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Gestresster Mensch, gestresste Zähne

Gestresste Zähne sind ein Indiz dafür, dass auch der Mensch gestresst ist. Heutzutage knirscht schätzungsweise jeder zehnte Mensch mit den Zähnen, wobei eine steigende Tendenz zu beobachten ist. Das nächtliche Zähneknirschen kann schwerwiegende Folgen haben, denn oft wirken Kräfte von bis zu 100 Kilogramm pro Quadratzentimeter auf die betreffenden Zähne ein. Um dies einmal zu veranschaulichen: Stellen Sie sich vor, zwei volle Zementsäcke würden auf einen einzigen Backenzahn drücken. Bei wachem Bewusstsein am Tag würde wohl kein Mensch eine solche Kraft aufbringen können. Es gibt Menschen, die schaffen es im Laufe der Jahre, ihre Eckzähne abzuhobeln oder ihre Schneidezähne bis auf den Stumpf abzuschleifen. Die moderne Medizin geht inzwischen davon aus, dass das extrem starke Pressen, Beißen und Knirschen zu 90 Prozent auf seelische Ursachen zurückzuführen ist. Stress gilt in diesem Zusammenhang als Hauptauslöser, so dass wir sagen können, gestresste Zähne sind auch gleichzeitig oft ein Gradmesser unseres seelischen Zustandes.

Der gesamte Körper leidet unter gestressten Zähnen

Doch der unkontrollierte Druck wird nicht nur auf den Kauapparat übertragen. Er zieht in vielen Fällen auch die Schulter, den Nacken oder die Stirnmuskulatur in Mitleidenschaft, so dass es unweigerlich zu Kopfschmerzen, Seh- und Konzentrationsstörungen sowie schmerzhaften Muskelverspannungen kommt. Mittlerweile steht auch fest, dass es sich bei nächtlichem Zähneknirschen fast immer um Spannungen ungelöster Probleme, Belastungen, Ärger und Sorgen handelt. Der Physiotherapeut bekommt dann bei der Behandlung der Probleme am Rücken, an den Schultern oder im Nacken oftmals heiße Hände, denn die Verspannungen können mitunter extrem stark sein.

Helfen können wir betroffenen Patienten beispielsweise mit einer sogenannten Knirscherschiene, die individuell angefertigt wird. Sie verhindert das Aneinanderreiben der Zähne und schützt somit den Verursacher vor sich selbst. Doch zunächst einmal ist eine gründliche und sorgfältige Untersuchung erforderlich. Wir klären innerhalb dieser Untersuchung die Cranio-Mandibulären Dysfunktionen mithilfe einer umfassenden und ganzheitlichen Funktionsdiagnostik, für die uns eine hochmoderne Technik zur Verfügung steht. Für Sie ist diese Untersuchung natürlich vollkommen schmerzfrei, so dass Sie einen entsprechenden Termin entspannt und angstfrei entgegensehen können.

Gestresste Zähne haben keine Altersgrenze

Grundsätzlich können sich gestresste Zähne in jedem Lebensalter bemerkbar machen. Selbst bei Klein- und Grundschulkindern wurden die Symptome bereits beobachtet. Manchmal sind sie nur ein kurzzeitiges Problem und verschwinden von selbst wieder, in den meisten Fällen muss dem Betroffenen aber gezielt geholfen werden.

In der zahnmedizinischen Fachsprache heißt das Zähneknirschen übrigens Bruxismus. Und wie schon erwähnt, sind die Auslöser nicht immer auf unsere Seele zurückzuführen. Manchmal sind auch schlecht sitzende Füllungen, Kronen, Brücken oder Prothesen für das Dilemma verantwortlich. In unserer Praxis gehen wir den Ursachen für die nächtlichen Probleme auf den Grund, so dass sie gezielt behandelt werden können. Gestresste Zähne müssen also auf keinen Fall zu einem Dauerzustand werden. Wenden Sie sich bei entsprechenden Symptomen vertrauensvoll an uns und lassen Sie sich von uns beraten.